Concardis baut seine Marktposition mit Akquisitionen weiter aus

Die Concardis GmbH, einer der führenden europäischen Paymentdienstleister, ist weiter auf Einkaufstour. Nach der Übernahme der österreichischen REA Card Bargeldlose Zahlungssysteme GmbH und der Münchner TelePay hat das Unternehmen jetzt den technischen Netzbetreiber für kartenbasierten Zahlungsverkehr, die ICP, International Cash Processing GmbH, übernommen.

Übernahme muss noch zugestimmt werden
Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen. Bei positivem Bescheid soll die ICP vollständig in die Concardis GmbH integriert werden. Gleichzeitig mit dem Erwerb der ICP erhöhte das Eschborner Unternehmen seinen Anteil an der Cardtech Card & POS Service GmbH in Köln auf ca. 70 % und übernimmt damit auch bei diesem technischen Netzbetreiber die industrielle Führung. Die Anteilserhöhung steht ebenfalls unter dem Zustimmungsvorbehalt des Bundeskartellamtes. Mit den beiden Transaktionen stärkt die Concardis ihre Marktposition im Netzbetrieb und schafft damit die Voraussetzung für eine weitere Ausweitung ihres Leistungsportfolios.

Akquisition Teil der Zukunftsstrategie
Die Akquisition der ICP und die damit verbundene Integration des Leistungsportfolios in das Angebot der Concardis ist für das Unternehmen der konsequente nächste Schritt zur Umsetzung seiner Strategie. Erklärtes Ziel ist es, die Position am traditionellen wie virtuellen Point of Sale (POS) zu stärken und die Dienstleistungen der gesamten Payment-Wertschöpfungskette aus einer Hand anzubieten. Bereits heute werden über die Concardis-Beteiligungen Cardtech und WEAT sowie weitere Netzbetriebsaktivitäten jährlich ca. 400 Millionen Transaktionen an über 55.000 Terminals abgewickelt. Mit der Übernahme der ICP gehen rund 36.000 weitere Zahlungsverkehrs-Terminals mit 85 Millionen Transaktionen pro Jahr in die Verantwortung von Concardis über.

Paymentmarkt in der Konsolidierung
„Der Paymentmarkt befindet sich derzeit in einer intensiven Konsolidierungsphase, die sich auch weiter fortsetzen wird. Wir wollen an dieser Konsolidierung teilnehmen und unsere Marktposition weiter ausbauen. Der Netzbetrieb ist eine wichtige Säule in unserer Strategie. Er ergänzt unsere aufgebaute Marktposition im Acquiring und gibt uns die Möglichkeit, durch Synergieeffekte, aber auch mit neuen Produkten und Dienstleistungen sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag weiter zu wachsen und den Wert des Unternehmens zu erhöhen“, erläutert Marcus W. Mosen, CEO der Concardis, die jetzt erfolgten Transaktionen.

ICP stellt Wallet-Lösungen
Neben dem Netzbetrieb und einem eigenen Acquiring-Portfolio verfügt die ICP als eines der wenigen Unternehmen in Deutschland auch über eine Erlaubnis als E-Geld-Institut. Eine solche Erlaubnis ist für die Bereitstellung von Wallet-Lösungen oder Prepaid-Karten erforderlich. Concardis will die neuen Möglichkeiten in der Produktgestaltung und Lösungsentwicklung zur Komplettierung ihres Leistungsportfolios nutzen. „ICP schafft uns neue Möglichkeiten. Gemeinsam mit beiden Unternehmen, der ICP wie auch der Cardtech, haben wir das Know-how, die Technik und die Erfahrung, um unsere Marktanteile in der DACH-Region als Payment Service Provider weiter auszubauen“, so Mosen. Nach der Entscheidung des Bundeskartellamtes wird mit der Integration sowohl der bestehenden Kunden von ICP als auch der 50 Mitarbeiter in die Concardis GmbH begonnen.

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